Wirkung und Anwendung von Schafgarben

Die Schafgarbe ist für ihre tolle Wirkung und Anwendung bekannt. Sie kann für viele verschiedene Krankheitsbilder verwendet werden. Dies liegt am hohen Wirkungsgrad, an der einfachen Verabreichung und am imposanten Ruf, welcher der Pflanze hinterhereilt. Schließlich wurde sie bereits im antiken Griechenland von Achilles zum Blutstillen eingesetzt, um sich und seine Soldaten vor den Trojanern zu schützen. Besonders häufig wird Schafgarbe im Zusammenhang mit Darmkrankheiten eingesetzt. Wer sich dazu entscheidet, dieses Wunderkraut der Homöopathie anzuwenden, sollte einige nachfolgend genannte und erklärte Aspekte beachten.

Die Schafgarbe und ihre Wirkung

Die Wirkung der Schafgarbe gilt allgemeinhin als beruhigend, was dazu führt, dass sie bei zahlreichen Krankheits- und Beschwerdebildern eingesetzt wird. Neben ihrer beruhigenden Wirkung glänzt die Schafgarbe in der Homöopathie auch durch ihre positive Wirkung auf die Wundheilung. Das dunkelblaue ätherisches Öl der Schafgarbe, das über eine Wasserdampfdestillation aus den Blüten extrahiert wird, gilt in seiner Wirkung allgemein als entzündungshemmende und wird bei Erkältungen oder einer Grippe häufig auf die Brust der erkrankten Person aufgetragen. Die oberirdischen Bestandteile sind allesamt zudem bekannt dafür, dass sie den Gallenfluss fördern und als Diuretikum dienen. Zudem fördern bestimmte Pflanzenbestandteile die Durchblutung und senken Bluthochdruck. Nicht zu vergessen ist die positive Wirkung auf Menstruationsstörungen und Fiebererscheinungen. Auch bei Akne und während der Schwangerschaft gilt die Schafgarbe aufgrund der genannten Wirkungen als beliebtes Alternativheilmittel.

Schafgarbenöl ist wichtig für Creme

Neben –und Wechselwirkungen der Schafgarbe



Es gibt keinerlei negativen Nachwirkungen sowie keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die wissenschaftlich erwiesen sind. Jedoch raten einige Experten davon ab, die Schafgarbe bei bestehender Überempfindlichkeit einzunehmen. Es gibt nur wenige bekannte Fälle von Allergien gegen Schafgarbe.

Die Schafgarbe in Kombination mit Leberwickel

Sehr klassisch ist die Anwendung von Schafgarbe gepaart mit einem Leberwickel. Es gibt einige Aspekte, die vor der Anwendung dieser Kombination beachtet und befolgt werden sollten. Zunächst werden zwei Teelöffel in der Apotheke erhältliches Schafgarbenkraut benötigt. Diese werden in einen halben Liter dampfendes Wasser in einem Topf gelegt und dieser zugedeckt. Anschließend ist es wichtig, das Schafgarbenkraut fünf Minuten lang ziehen zu lassen. Parallel dazu kann in dieser Zeit eine Wärmflasche vorbereitet werden. Nach fünf Minuten wird ein Baumwolltuch in das heiße Wasser getränkt und ausgewrinkt, bevor es auf die Rippen zu legen ist. Anschließend kommt die Wärmflasche, die mit einem Wolltuch umlegt ist, über das Baumwolltuch gelegt und nach etwa 20 bis 30 Minuten heruntergenommen.

Leberwickel

Die Schafgarbe als Creme verwenden

Die Schafgarbe wird sehr gerne als Creme aufgetragen ähnlich wie das Öl. Das Tolle dabei ist, dass es problemlos möglich ist, Schafgarbencreme selbst herzustellen und so etwa im Rahmen einer Körpermassage mit dieser als Auftragungsmittel die positive Wirkung der Pflanze zu spüren.

Welche Substanzen gehören in die Schafgarbencreme

  • 12 Milliliter Schafgarben-Ölauszug
  • 4 Gramm Tegomuls
  • 2 bis 3 Gramm Cetylalkohol
  • 50 Milliliter Wasser
  • Ätherisches Öl nach Wunsch
  • Konservierungsmittel

Schafgarbenöl ist wichtig für Creme

Die Schafgarbe als Tee verabreichen

Sehr häufig wird die Schafgarbe auch als Tee verabreicht, um ihre positive Wirkung optimal nutzen zu können. Sehr beliebt neben klassischem Schafgarbentee ist Schafgarben-Frauenmanteltee. Beide Pflanzen gepaart miteinander können eine noch positivere Wirkung auf bestimmte Leiden haben, etwa auf negative Schwangerschaftserscheinungen und Menstruationsstörungen. Schafgarbentee – gemixt mit anderen Kräutern oder pur – kann übrigens sehr unkompliziert binnen weniger Minuten zubereitet werden.
Schafgarben-Frauenmanteltee
 

Verwendungsmethoden der Schafgarbe

Die Schafgarbe kann – wie bereits erwähnt – als Öl, aber auch als Creme, Pille und Kapsel verwendet werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Pflanze roh zu essen, wobei der Geschmack wie bei vielen anderen Kräutern als sehr bitter gilt. An dieser Stelle ist zudem auf das Räuchern von Schafgarbe hinzuweisen. Sehr beliebt ist darüber hinaus ein Sitzbad mit der Schafgarbe, insbesondere bei Darmerkrankungen. Aber auch bei Krämpfen aller Art lohnt sich eine Sitzbadtherapie mit der Schafgarbe. Darüber hinaus gibt es Therapien, im Rahmen derer eine Schafgarbentinktur vorgenommen wird. Die Tinktur, die problemlos selbst zubereitet werden kann, sollte je nach Krankheitsfall mehrmals täglich eingenommen werden. Eine besonders wohltuende Wirkung haben übrigens Schafgarbenumschläge die ebenso wie Schafgarbenkompressen, die in heißen Tee getränkt werden, eine weitere Verwendungsmethode dieser Pflanze, die aufgrund ihrer positiven Wirkungen bei Menstruationsstörungen auch Frauenpflanze genannt wird. Die Dosierung der Schafgarbe hängt bei allen Verwendungsmethoden vom Krankheitsbild und Leiden ab, sollte jedoch in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker bestimmt werden.

Die Schafgarbe in der Drogenkultur

In bestimmten Kulturen wird die Schafgarbe vermehrt auch als Droge genutzt. Sie kann problemlos geraucht und auf diese Weise inhaliert werden. Allerdings müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst ist es wichtig, die Schafgarbe zu trocknen und zu teilen. Die Dosierung variiert je nach Anzahl der rauchenden Personen und eigenem Ermessen. Nach dem Kleinmachen der Kräuter kann die Schafgarbe über verschiedene Instrumente inhaliert werden, die im Handel zu erwerben sind. Dennoch ist anzumerken, dass es einige gesündere Einnahmemöglichkeiten gibt wie die oben beschriebenen. Dies liegt auch daran, dass Schafgarbe aufgrund des recht bitteren Geschmacks beim Rauchen häufig mit Tabak oder anderen Substanzen gemischt wird.